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Mittelalterlicher Armhebel

Hier einige mittelalterliche Armhebel nach Talhoffer. Überliefert sind leider nur einige Zeichnungen der Hebel, wir wissen also nicht, ob es sich hier um einen sportlichen Wettkampf, Selbstverteidigung oder eine Mischung aus beidem handelt.

(K)ein Mittelalterlicher Konter

Hier zeige ich einen Konter, der manchmal als Beispieltechnik für den mittelalterlichen Schwertkampf gezeigt wird, gefolgt von ein paar Techniken, wie man mit diesem Konter umgeht. Für die Experten: Ich weiss, dass es ganz ähnliche Konter-Techniken geht, die auch funktionieren – zum Beispiel das Eintreten mit Zwerchhau.

Photoshopping

Michael’s These: Im mittelalterlichen Messer-gegen-Messer Kampf finden wir Techniken, die so nicht funktionieren. Es handelt sich um Messer-gegen-unbewaffnet Techniken, bei denen ein zweites Messer dazugemalt wurde – also um das mittelalterliche Gegenstück zu schlechter Photoshop-Arbeit.

Das ist aber nur eine These – sie ist deshalb spannend, weil wir kaum wissen, wer die Fechtbücher hergestellt hat und für wen sie bestimmt waren. Wenn sich zeigt, dass Techniken ohne Rücksicht auf ihre Effektivität abgeändert wurden, dann handelt es sich wahrscheinlich nicht um Bücher von professionellen Kämpfern für (fortgeschrittene) Schüler, sondern vielleicht eher um Bücher von professionellen Autoren für ein Publikum, das Action und Gewaltdarstellung schätzt, aber selbst nicht im Zweikampf ausgebildet ist.

 

Auch hier zwei Techniken die nicht wirklich funktionieren, wenn beide Kämpfer ein Messer haben (ausserdem gäbe es dann sehr viel offensichtlichere und effizientere Möglichkeiten, den Kampf zu gewinnen).
Also: Ich gehe davon aus, dass die Messer „gePhotoshopped“ sind, also zu einer eigentlich einhändigen Technik hinzugemalt wurden.
Disclaimer: Das ist nur eine Arbeitshypothese und nicht etwa eine Behauptung die ich bis aufs Blut zu verteidigen gedenke 😉

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